Ein guter Vorratsschrank schenkt Zeit und Freiheit

Salsa Paradiso im Vorratsschrank schenkt wertvolle Zeit

Es gibt Gewohnheiten, die begleiten uns ein Leben lang.

Eine davon ist mein gut gefüllter Vorratsschrank. 

Als Kind gehörte er ganz selbstverständlich zu unserem Zuhause. Eigentlich war es sogar eine kleine Vorratskammer. Dort standen Mehl, Zucker, Kaffee, Nudeln und Reis. Es gab Marmeladen, die wir im Sommer selbst eingekocht hatten, ebenfalls selbst eingelegte Paprika in unzähligen Varianten, die wir aus unserem Urlaub mitgebracht hatten sowie Ajvar, Oliven, Salami, Schinken und Hartkäse. Frische Lebensmittel gab es natürlich auch, aber vieles war bewusst so ausgewählt, dass es lange haltbar war.

Damals kündigte sich Besuch selten an. Nicht alle hatten ein Telefon, geschweige denn ein Handy. Man war gerade in der Nähe, klingelte einfach und schaute vorbei.

Ich erinnere mich noch gut an den Blick meiner Mutter. Mehr brauchte es nicht. Ich wusste sofort, was zu tun war, und ging schon einmal in die Küche.

Innerhalb weniger Minuten entstand eine kalte Platte. Salami, Schinken und Käse wurden in mundgerechte Stücke geschnitten und mit Zahnstochern angerichtet. Dazu gab es Brot, Oliven, eingelegte Paprika oder aufgeschnittene Tomaten. Manchmal auch ein paar hart gekochte Eier.

Nichts Besonderes. Aus heutiger Erinnerung war es immer etwas ganz Besonderes. Es war selbstverständlich, seinen Gästen etwas anzubieten. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Freude am Teilen und am gemeinsamen Essen.

Diese Gewohnheit habe ich bis heute bewahrt. Mein Vorratsschrank ist heute vielleicht etwas anders gefüllt als früher, aber seine Aufgabe ist dieselbe geblieben. Er schenkt mir Freiheit. Und die Möglichkeit meine Gastfreundschaft auch spontan zu leben.

Warum mir gemeinsames Essen zu Hause wichtiger war als Restaurantbesuche

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum mir das so wichtig ist.

Ich habe viele Jahre sehr viel gearbeitet. Viel mehr als jetzt. Manchmal, wenn ich zurückdenke, habe ich das Gefühl, für drei Leben gearbeitet zu haben. Mein Beruf als Marketingmanagerin, die Unterstützung meines Mannes mit seinen Gastronomiebetrieben, Familie und später die Selbstständigkeit. Es wäre ein Leichtes gewesen, jeden Tag im Restaurant zu essen. Doch genau das wollte ich nicht.

So sehr ich die Gastronomie liebe, ich wollte nicht, dass mein Sohn mit dem Gefühl aufwächst, das Leben finde hauptsächlich in Restaurants statt.

Unser Zuhause sollte der Ort sein, an dem wir gemeinsam am Tisch sitzen, erzählen, lachen und den Tag in Ruhe Revue passieren lassen.

Das gemeinsame Abendessen war für mich nie nur eine Mahlzeit.

Es war Familienzeit. Ein Moment des Innehaltens. Ein Stück Normalität in einem oft sehr arbeitsreichen Alltag.

Deshalb habe ich fast immer selbst gekocht. Nicht kompliziert. Aber frisch, abwechslungsreich und mit guten Zutaten.

Warum Salsa Paradiso in jeden Vorratsschrank gehört

Als ich Salsa Paradiso entwickelt habe, hatte ich genau denselben Gedanken. Wie wunderbar wäre es, den Geschmack sonnengereifter Roma-Tomaten zu konservieren und jederzeit griffbereit zu haben. Einfach nur das Glas öffnen. Nicht nur für Pasta, sondern für Hunderte von Gerichten.

Genau so, wie italienische Familien seit Generationen ihre Tomaten während der Ernte einkochen und als Vorrat bis zur nächsten Saison aufbewahren.

Ein Glas öffnen. Ein paar gute Zutaten aus dem Kühlschrank oder dem Vorratsschrank nehmen. Und schon entsteht ein Essen, das nach Sommer schmeckt.

Deshalb ist Salsa Paradiso keine Pastasauce. Sie wurde auch nicht als solche kreiert, sondern als Allround Sauce aus frischen Tomaten. So wird sie zu einer Grundzutat.

Sie gehört in meinen Vorratsschrank wie gutes Olivenöl, Pasta, Sardellen, Kapern oder ein Stück Hartkäse. Nicht, weil ich jeden Tag Tomatensauce esse. Sondern weil ich weiß, dass daraus jederzeit etwas Köstliches entstehen kann.

Ein Vorratsschrank schenkt das Wertvollste, das es gibt: Zeit

Vielleicht ist ein gut gefüllter Vorratsschrank viel mehr als ein Regal voller Lebensmittel. Vielleicht ist er ein Ort, an dem wir Zeit aufbewahren. Zeit, die wir uns selbst schenken.

Nicht, weil wir schneller kochen wollen. Sondern weil wir die gewonnene Zeit für das nutzen möchten, was unser Leben wirklich bereichert.

Für Gespräche. Für gemeinsames Essen. Für Musik. Für ein gutes Buch. Für einen Spaziergang. Für einen spontanen Besuch von Freunden.

Oder einfach für das, was die Italiener so wunderschön dolce far niente nennen – die Kunst, ohne schlechtes Gewissen einmal nichts tun zu müssen.

Ich glaube, wir denken viel zu selten darüber nach, wie viele kleine Entscheidungen unseren Alltag leichter machen können. Ein gut gefüllter Vorratsschrank gehört für mich dazu.

Nicht, weil ich perfekt organisiert bin. Sondern weil ich mein Leben nicht mit unnötigen Erledigungen verbringen möchte. Ich möchte die Zeit, die dadurch entsteht, lieber bewusst erleben.

Vielleicht ist genau das eine Form von Alltagsintelligenz.

Nicht möglichst viel in einen Tag zu packen. Sondern heute Entscheidungen zu treffen, die uns morgen Zeit schenken.

Mehr Zeit am Tisch als am Herd

Man sollte immer mehr Zeit am Tisch verbringen als am Herd.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Es gibt Tage, an denen ich stundenlang koche – einfach, weil es mir Freude bereitet oder ein besonderes Ereignis ansteht. Aber im Alltag ist das mein persönlicher Maßstab.

Denn das Schönste beginnt für mich nicht am Herd. Es beginnt in dem Moment, in dem alle am Tisch sitzen. Wenn erzählt wird. Wenn gelacht wird. Wenn aus einem ganz normalen Abend ein unvergesslicher Abend wird.

Vielleicht ist genau das die größte Form von Luxus. Nicht mehr Zeit zu haben. Sondern die vorhandene Zeit bewusst zu nutzen. Ein gut gefüllter Vorratsschrank schenkt deshalb nicht nur gutes Essen.

Er schenkt Zeit. Zeit für Gespräche. Zeit zum Lesen. Zeit für Musik. Zeit für das dolce far niente. Und Zeit ist vielleicht die wertvollste Zutat von allen.

 

Falls Ihr Euch fragt, welche Lebensmittel in meinem Vorratsschrank niemals fehlen dürfen und warum, dann schaut gerne auch in meinen Beitrag „Ein Vorratsschrank als Schatzkammer für Lebensmittel“. Dort stelle ich Euch die Zutaten vor, die für mich seit vielen Jahren die Grundlage für spontanen mediterranen Genuss sind.

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